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in eine Wochenklinik"

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Presseartikel

NEWS, Ausgabe Nr. 23, 10. Juni 2010
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Genderspezifische Unterschiede
in der perioperativen Kataraktversorgung

P.V. Vécsei-Marlovits, B. Weingessel

Gender-Medizin

„Gender-Medizin“ wurde in den letzten Jahren zu einem Modebegriff, der in keinem medizinischen Journal fehlen darf. Gender-Medizin ist noch ein recht junger Fachbereich: Die Weltgesundheitsorganisation hat in den 90er Jahren begonnen, sich der Gender-Thematik zu widmen und 1996 eine „Gender Working Group“ ins Leben gerufen.1

Nur was ist Gender-Medizin eigentlich?

Gender-Medizin wird häufig fälschlicherweise mit reiner Frauenmedizin assoziiert, berücksichtigt jedoch die unterschiedlichen medizinischen Bedürfnisse von Männern und Frauen im Hinblick auf Symptome und Erkrankungen. Gender-Medizin bezieht somit beide Geschlechter mit ein. Die Themen gehen quer durch die Medizin, umfassen biologische Faktoren wie die geschlechterspezifische Wirkung von Medikamenten und die Erfassung geschlechtsspezifischer Unterschiede in Hinblick auf Epidemiologie, Ätiologie, Diagnose und Therapie. Während es in der englischen Sprache möglich ist, begrifflich zwischen biologischer Geschlechtszugehörigkeit (sex) und den sozialen Dimensionen (gender) zu unterscheiden, gibt es im Deutschen dafür nur das Wort „Geschlecht“, das für beide Aspekte benutzt wird. „Gender“ ist ein Begriff, der zwar die biologischen Funktion im Hintergrund mit transportiert, jedoch die Prägung „Mann“ und „Frau“ als etwas begreift, was vornehmlich durch die Umwelt, das soziale Umfeld und die Erfahrungen des einzelnen Individuums entwickelt wird.1

Gender-Medizin versucht, die Unterschiede zwischen „Männergesundheit“ und „Frauengesundheit“ durch soziale und/oder biologische Faktoren zu erklären.2 Die derzeitigen Lebensumstände, der Platz in der Gesellschaft und der Bildungsgrad finden zum Beispiel Berücksichtigung.3 Werden diese Aspekte nicht berücksichtigt, ...

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Literaturverzeichnis

1 Rieder A, Lohff B. Geschlechtsspezifische Aspekte für die klinische Praxis. Wien: Springer Verlag, 2004.

2 Bird CE, Rieker PP. Gender matters: an integrated model for understanding men's and women's health. Soc Sci Med 1999;48:745-55

3 Risberg G, Hamberg K, Johansson EE. Gender perspective in medicine: a vital part of medical scientific rationality. A useful model for comprehending structures and hierarchies within medical science. BMC Med 2006;4:20.

 

Prima. Univ.Dozin. Drin. Pia Veronika Vécsei-Marlovits, MSc, MBA
Fachärztin für Augenheilkunde und Optometrie
Abteilungsvorständin der Augenabteilung des Krankenhaus Hietzing
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