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Glaukom | Grüner Star

Das Glaukom (Grüner Star) ist eine Gruppe von Erkrankungen des Sehnervens mit Untergang von Nervenfasern. Der Sehnerv gleicht einem elektrischen Kabel, das eine riesige Anzahl von Drähten enthält, die Informationen an das Gehirn senden. Ein unbehandeltes Glaukom führt zu bleibenden Schäden des Sehnervens und daraus resultierenden Gesichtsfeldausfällen, die zur Blindheit führen können. Vielfach bemerken Patienten diese Gesichtsfeldeinschränkungen nicht, bis der Sehnerv schon stark geschädigt ist. Das Glaukom stellt die zweithäufigste Erblindungsursache weltweit dar.

Obwohl der erhöhte Augeninnendruck ein bedeutender Risikofaktor für die Entstehung eines Glaukoms ist, gibt es keinen definierten Grenzwert, der mit Sicherheit zu einem Glaukom führt. Das Kammerwasser, zur Ernährung der Linse und der Hornhaut, wird vom Epithel des Ziliarkörpers produziert und fließt dann durch die Pupille in die Vorderkammer. Über das Trabekelmaschenwerk fließt das Kammerwasser in den Schlemm'schen Kanal und endet schließlich im venösen System. Jedes Auge besitzt einen bestimmten Augeninnendruck, der vom Abflusswiderstand im Trabekelwerk und im Schlemm'schen Kanal bestimmt wird.

Beim häufigsten Glaukom-Typ, dem primären Offenwinkelglaukom, ist der Kammerwinkel in der Vorderkammer offen. Ein relativer Verschluss des Kammerwinkels führt zu erschwerten Abflussbedingungen. Das Offenwinkelglaukom bleibt lange Zeit ohne Symptome, es kommt zu langsam fortschreitenden Gesichtsfelddefekten.

Die Diagnose erfolgt über die Augendruckmessung, Untersuchung des Sehnervenkopfes (Papille) mit Papillen OCT und die Gesichtsfelduntersuchung (Perimetrie). In den meisten Fällen kann das Glaukom durch Augentropfen, die den Augendruck senken, behandelt werden, in einigen Fällen ist eine Laserbehandlung oder eine Operation notwendig.

 

Das akute Engwinkelglaukom (der Glaukomanfall) wird durch einen akuten Anstieg des Augeninnendrucks (bis 60-70mm Hg) charakterisiert. Bei Augen mit engem Kammerwinkel blockiert bei Pupillenerweiterung die Regenbogenhaut den Kammerwinkel. Dadurch kann das Kammerwasser nicht abfließen und der Augendruck steigt an. Der Patient hat massive Schmerzen, oft begleitet von Übelkeit und Erbrechen. Das Auge ist rot und steinhart, das Sehen verschwommen. Hierbei handelt es sich um einen Notfall, der sofort behandelt werden muss.